Haftetikett

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selbstklebende Etiketten

Haftetiketten sind selbstklebende Etiketten. Es gibt sie als permanent haftend, oder wieder ablösbare Variante.

Geschichte

In den 30er Jahren erfand Richard Stanton Avery (* 13. Januar 1907 in Oklahoma, USA; † 12. Dezember 1997) in Kalifornien das erste selbstklebende Etikett. Seit den frühen 50er Jahren werden die Haftetiketten maschinell für den Industriezweig auf Rollen, die so genannte Rollenware, produziert.

Aufbau / Schichten

Das Klebeetikett ist mehrschichtig aufgebaut. In der Regel besteht es aus drei Schichten: Die erste Schicht stellt die bedruckbare Seite des Etiketts (Trägerpapier) dar. Darunter befinden sich eine Klebeschicht und ein silikonhaltiges Trägermaterial.

Ein komplexerer Aufbau mit mehr Schichten kommt bei Spazialetiketten wie z.B. Duplex-Etiketten vor oder entsteht durch Beschichtungsverfahren wie Doming.

Materialien

Je nach Verwendungszweck und Anwendungsbereich werden unterschiedliche Anforderungen an die Haftetiketten gestellt. Daher sind sie in den verschiedensten Materialien erhältlich:

Haftetiketten werden aus folgenden Materialien hergestellt:

Welches Material verwendet wird, ist vom jeweiligen Einsatzgebiet abhängig. Die Eigenschaften des Grundmaterials können teilweise noch durch Verfahren der Druckveredelung verändert und an den Einsatzzweck angepasst werden.

Klebstoffe

Die Wahl des Klebstoffes ist von der Art der Anwendung abhängig. Die Anforderung können hier Beständigkeiten gegenüber Sonnenlicht, Temperatur oder Chemikalien sein.

Folgende Klebstofftypen sind für Haftetiketten definiert:

  • Gummi/Harz
  • Synthese Kautschuk
  • Silikon/Kautschuk/Harz
  • Akrylat

Hauptsächlich kommen aber synthetische Kautschuk- und Akrylat-Klebstoffe zum Einsatz.

Herstellung

Die Haftetiketten wurden anfangs auf Bogenware hergestellt. Um Haftetiketten herstellen zu können, müssen zunächst einige Arbeitschritte durchlaufen werden. In einem Beschichtungsunternehmen wird das benötigte Material der Etiketten auf Mutterrollen bzw. Großrollen hergestellt. Die Mutterrollen stellen das Ausgangsmaterial der Etiketten dar. Dieses Material wird meist von Druckereien oder Etikettenherstellern zur Weiterverarbeitung eingekauft. Dort werden dann die Etiketten mit entsprechenden Stanzmaschinen ausgestanzt. Das überschüssige Material wird abgezogen und auf großen Rollen wieder aufgewickelt. Die fertig ausgestanzten Etiketten werden ebenfalls auf einer anderen Rolle, oftmals mehrere Bahnen nebeneinander, auf Großrollen bzw. Etikettenrollen aufgewickelt.

Einsatzgebiet

In folgenden Branchen wird das Haftetikett vorzugsweise verwendet:

Anwendung finden die Selbstklebe-Etiketten im industriellen und bürotechnischen Sektor beispielsweise als Preisetiketten, Kabeletiketten, abziehsichere Identifikationsetiketten, Schmuckaufkleber, Versandaufkleber, Adressaufkleber, uvm.

Druckverfahren

Die Aufbringung von Informationen kann mit Hilfe von Thermodirektdruckern oder Thermotransferdruckern geschehen. Bei letzteren ist die Wahl des Farbbands wiederum vom Material des zu bedruckenden Haftetiketts abhängig. Je nach Materialeigenschaft wird hier ein Harz-, Wachs-, oder Mischband verwendet. Es sind aber noch weitere Druckverfahren für Klebeetiketten wie Fotosatz, Digitaldruck, Offsetdruck, Siebdruck oder Flexodruck möglich.

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