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Verbotszeichen

Aus Etikettenwissen

Verbotszeichen

Verbotszeichen sollen gefährliches Verhalten verhindern oder auf ein rechtliches Verbot hinweisen. Sie bestehen aus einem Kreis mit rotem Rand auf weißem Grund und einem roten Querstrich. Ein optionales Piktogramm zeigt die verbotene Handlung an und wird durch den Querbalken durchgestrichen. Verbotszeichen kommen im Arbeitsschutz zum Einsatz, werden aber auch im Straßenverkehr stark genutzt.

Welche Normen und Gesetze kommen hier zum Einsatz?

Für die Gestaltung und den Einsatz von Verbotsschildern kommen zwei bestimmte Normen zum Tragen, in denen die wichtigsten Aspekte zur Sicherheitskennzeichnung festgelegt sind.

ASR 1.3

Die Technischen Regeln für Arbeitsstätten 1.3 (ASR A1.3) besagen beispielsweise, dass Gefahrenpotenziale an Arbeitsplätzen grundsätzlich passend gekennzeichnet werden müssen und regeln damit den Einsatz von Verbotsschildern im Arbeitsschutz. Kann ein bestimmtes Verhalten eine Gefahr für Mitarbeiter, Kunden oder andere Personen darstellen, wird ein Verbotsschild vorgeschrieben, dass diese Handlung verbietet.

Welche Bereiche nun eine bestimmte Gefahr hegen und welches Verhalten zu Risiken führen kann, wird in einer Gefährdungsbeurteilung festgelegt. Sie ist die Basis für den Einsatz von Verbotsschildern und anderer Sicherheitszeichen.

DIN ISO EN 7010

Die Norm ISO 7010 stellt den europäischen Standard der Sicherheitskennzeichnung vor und bezieht sich vor allem auf den Aufbau und das Aussehen von Verbotszeichen. Welche Form haben Verbotszeichen? Welche Farbe muss ein Sicherheitszeichen haben? Wie sehen Piktogramme auf den Schildern oder Aufklebern aus? All das ist in der ISO 7010 festgelegt und gilt somit europaweit.

Das Ziel der Norm ist dabei vor allem die Einheitlichkeit und Verständlichkeit der Sicherheitskennzeichnung in verschiedenen europäischen Ländern. Ein Verbotsschild sieht normalerweise keinen Text vor, da das Symbol überall verständlich sein muss – auch über Sprachbarrieren hinaus. Einheitliche Piktogramme schaffen hier Abhilfe und vermitteln Verbote und Einschränkungen unabhängig von der verwendeten Sprache.

DIN 4844

Die Norm DIN 4844 beinhaltet einige Verbotsschilder, die im europäischen Raum nicht vorgesehen sind und damit nur für Deutschland gelten. Vor in Kraft treten der DIN EN ISO 7010 war sie die geltende Norm für Sicherheitskennzeichnung – Heute regelt sie aber nur noch einzelne, nationale Sicherheitszeichen und ergänzt damit geltende Normen.


Veränderte Zeichen

Einige Zeichen haben sich im Rahmen der Umstellung auf ISO 7010 geändert. Beispiele sind die Zeichen für Rauchen verboten und Essen und Trinken verboten.

ISO 7010 veraltetes Zeichen
Rauchen verboten Rauchen verboten (veraltet)
Essen und Trinken verboten Essen und Trinken verboten (veraltet)

Wie sieht ein Verbotszeichen aus?

Die DIN ISO EN 7010 schreibt für Verbotsschilder einen eindeutigen Aufbau vor:

Jedes Verbotszeichen besitzt einen weißen Hintergrund, einen roten Rand mit einem Querbalken und ein schwarzes Piktogramm, das durch den Querbalken durchgestrichen wird. Die Farben sind dabei dem RAL-Farbsystem entnommen und für alle Verbotsschilder vorgeschrieben. Der Hintergrund ist immer signalweiß (RAL 9003), der Kreis mit dem Querbalken ist signalrot (RAL 3001) und das Piktogramm ist signalschwarz (RAL 9004).

Aus welchem Material können Verbotszeichen bestehen?

Verbotsschild in Anwendung

Verbotsschilder sind in folgenden Materialien erhältlich:

  • selbstklebende Folie – flexibel und einfach anzubringen
  • Kunststoff – für den Außenbereich geeignet
  • Aluminium – langlebig und robust
  • Reflexfolie - rückstrahlend bei auftreffendem Licht, daher optimal für außen geeignet
  • Acryl – für repräsentative Bereiche


Wer darf Verbotsschilder aufstellen?

In Betrieben ist immer der Unternehmer selbst dafür verantwortlich, Arbeitsplätze gemäß allen zugehörigen Normen zu gestalten und somit eine sichere Arbeitsumgebung zu schaffen. Verbotsschilder sind Teil dieser Verantwortung und müssen daher immer vom Inhaber, Geschäftsführer oder Sicherheitsbeauftragten angebracht werden.

Kann beispielsweise ein bestimmter Bereich eine Gefahr für nicht unterwiesene Personen sein, kann der Verantwortliche den Zutritt zu diesem Bereich mit einem Verbotsschild einschränken. Damit ist er seiner Pflicht der sicheren Kennzeichnung der Arbeitsstätte nachgekommen – hält jemand das Verbot nicht ein, kann das Unternehmen dafür nicht belangt werden.

Im Straßenverkehr oder dem öffentlichen Raum sieht das anders aus. Hier dürfen nur Behörden Verbotsschilder aufstellen.

Wo kommen Verbotszeichen zum Einsatz?

Verbotszeichen finden im gesamten Betrieb Anwendung. Mögliche Bereiche sind:

  • überall dort, wo Rauchen verboten ist
  • an Maschinen, Anlagen und Geräten
  • an Durchgängen, Zutritten, Ein- und Ausfahrten
  • für Wege innerhalb des Betriebsgeländes

Siehe auch