Wandtattoo

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Ein Wandtattoo ist eine Gestaltungsmöglichkeit auf Wänden im Innenbereich. Durch die leichte Montage dieser Aufkleber und die Wiederablösbarkeit, ist das Wandtattoo eine sehr flexible Art und Weise, ein Zimmer mit wenig Aufwand, neu zu gestalten. Es gibt sie in vielen verschiedenen Variationen, Formen, Farben und Größen.

Geschichte

Der Trend der Wandtattoos kam vor einigen Jahren von Frankreich nach Deutschland und hält seit ca. 4 Jahren an. Die klebende Dekorationsmöglichkeit lässt sich etwas leichter erklären, wenn man als alternative Bezeichnung Wandsticker oder Wandaufkleber verwendet. Denn genau das sind sie: Aufkleber für Wände. Es gibt allerdings zwischen dem Wandtattoos und dem Wandsticker trotzdem noch Unterschiede. Diese Unterschiede machen die Wandtattoos, mit ihren Eigenschaften, einzigartig. In den früheren Jahrhunderten gab es eine so genannte Wandmalerei, welche von den Ureinwohnern kam. Die fertigen Wandtattoos heute, sind mit dieser Wandmalerei zu vergleichen. Sie sind nämlich einfach nur neutralisierte Wandmalereien mit einer speziellen Folie für eine bessere Klebefähigkeit. Die Wandtattoos besitzen eine hauchdünne Folie, die sich an dem Untergrund perfekt anpasst. Nach der Anbringung wirkt das Wandtattoo wie ein echtes, gestochenes Tattoo auf der Haut. Daher auch der Name Wandtattoo. Die leichte Gestaltung und die Positionierung machen daraus eine sehr beliebte Dekorationsmöglichkeit.

Schichten eines Wandtattoos

Material

Wandtattoos bestehen ursprünglich aus drei Schichten: das beschichtete Trägerpapier, dem eigentlichen Wandtattoo (in der Mitte) und einer transparenten Transferfolie, zur Erleichterung der Montage. Das Wandtattoo selbst besteht aus einer seidenmatten und selbstklebenden Vinyl- oder PVC-Folie. Mit einer dicke von 0,08 mm ist die Folie hauchdünn und somit für viele Untergründe geeignet.

geeignete Oberflächen

Wandtattoos haften auf nahezu allen Oberflächen im Innenbereich. Sie sind für die Anbringung auf glatten Tapeten, Strukturtapeten, Kunststoff, Metall, Fliesen, Glas, sauberes glattes Holz, Glatt- und Rauputz, und sogar für Raufasertapeten geeignet. Am besten jedoch eignen sich glatte Oberflächen. Bei grobkörnigen Untergründen wie zum Beispiel Rauputz, ist es von Vorteil nach der Montage mit dem Föhn das Tattoo leicht zu erwärmen. So wird es dehnbar und passt sich dem ausgewählten Untergrund besser an. Des Weiteren kann man mit dem Finger nachhelfen die Tattoostücke in die groben Untergründe zu drücken. Es sollte auch darauf geachtet werden, dass die Wände staub-, fett-, silikon-, und latexfrei sind. Denn darauf halten die Tattoos in der Regel nicht.

Bei frisch gestrichenen Wänden müssen ca. 2-4 Wochen mit der Montage des Wandtattoos gewartet werden, da die Wand erst richtig austrocknen muss.

Räume

Die Montage der Wandtattoos erfolgt auf einer staub-, fett-, silikon-, und latexfreien Wand in jedem Raum im Innenbereich eines Hauses. Die spezielle Folie des Wandtattoos ist absolut unempfindlich gegen Feuchtigkeit. Es kann aus diesem Grund auch in eine Duschkabine oder Küche montiert werden. Mit der flexiblen, dünnen Folie können diese neutralisierten Wandmalereien auch an schräge Wänden geklebt werden, wie zum Beispiel auf einer Dachschräge.

Langlebigkeit

Die einzigartige Wanddekoration ist im Normalfall für den einmaligen Gebrauch. Da beim Ablösen des Wandtattoos die Klebekraft zum Teil verloren geht und somit für einen weiteren Gebrauch nicht mehr ausreicht. Sollte dieses Wandgemälde leicht verschmutzen, genügt ein nebelfeuchtes sauberes Tuch oder ein Schwamm, um das Wandtattoo zu reinigen. Ohne weitere Probleme und nicht beeinträchtigt von der Lebenszeit des Wandtattoos, klebt es nach dem Putz immer noch mit seiner vollen Klebekraft. Mit dem leicht ablösbaren Haftklebestoff Polyacrylat können die Tattoos aber, auch nach langer Zeit, problemlos wieder abgezogen werden ohne dabei beschädigte Rückstände auf der Oberfläche zu hinterlassen.

Montage

Das Anbringen eines Wandtattoos erfordert maximal fünf Minuten. Es sollte überprüft werden, dass die Wand, auf der das Tattoo angebracht werden soll, sauber ist. Große oder mehrteilige Motive können in Teile geschnitten und auf der Wand wieder zusammengesetzt werden. Zu Beginn wird es mit dem Trägerpapier nach unten gelegt und mit einer Rakel oder einer Andrückhilfe fest gerieben. Danach wird das Tattoo auf die transparente Seite gelegt und wird wieder mit einer Rakel festgedrückt. Anschließend wird das Trägerpapier, im flachen Winkel, vorsichtig von der Transferfolie entfernt. Sollten sich einige Stellen des Wandtattoos nicht von dem Trägerpapier lösen, drückt man diese mit der Rakel wieder an. jetzt positioniert man das Tattoo an der Wand. Eine kleine Hilfe ist es, wenn man zuvor einige Stellen auf der Wand markiert hat, um sich mit der Positionierung daran orientieren zu können. Nun wird mit der hand gleichmäßig über das Motiv gestrichen und danach mit der Rakel darüber gestrichen. Jetzt kann die Transferfolie langsam abgezogen werden. Das Wandtattoo sitzt nun fest an der Wand. Mit dem Finger kann man noch Einzelheiten andrücken und verbessern.

Rakel

Eine Rakel stamm von dem französischen Begriff "racle" ab und bedeutet so viel wie Kratzeisen. Eine Rakel lässt sich am besten durch den Vergleich mit einer Spachtel oder ähnlichen Werkzeug beschreiben. Sie besteht aus stabilem Kunststoff und wird hier benötigt, um das Wandtattoo beim Anbringen absolut glatt und ohne unschöne Luftblasen an die Wand zu bringen.

Siehe auch Hauptartikel: Rakel

Polyacrylat

Es handelt sich hierbei um Kunststoffe, die unter anderem in Lacken und Klebestoffen als Mischung verwendet werden. Der Kleber ist ein führender, qualitativ hochwertiger, alterungsstabiler Klebestoff.

Siehe auch

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