QR-Code Größenänderung

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QR-Code mit der Adresse von EtikettenWissen

QR-Codes werden auf unterschiedlichsten Medien gedruckt und daher in verschiedenen Größen benötigt. Von kleinen QR-Codes in der Ecke einer Visitenkarte bis hin zu ganzen Hauswänden sind alle Größen vertreten.

Form

QR-Codes dürfen auf keinen Fall gespiegelt, verzerrt oder gestaucht werden. Ausnahme sind Codes, die direkt auf runde Oberflächen gedruckt werden sollen und im Voraus so verzerrt werden können, dass sie aus bestimmten Blickwinkeln wieder quadratisch aussehen.

Auch eine Invertierung der Farben (Negativdarstellung) ist nicht ratsam. Manche moderne Smartphone-Apps erkennen die Codes zwar trotzdem, viele ältere Lesegeräte werden aber scheitern.

Eine Drehung des QR-Codes ist aber ohne Probleme möglich, da der Code Lagedaten enthält, die dem Verarbeitungsgerät das korrekte Auslesen ermöglichen.

Größe

Die Größe des QR-Codes hat nichts mit der gespeicherten Datenmenge zu tun. Ein QR-Code besteht immer aus maximal 177 Zeilen und 177 Spalten. Die Größe wirkt sich daher nur auf den möglichen Abstand des Lesegerätes aus.

Der ideale Abstand zum Einlesen berechnet sich aus der Kantenlänge des Codes mal 10.

Leseabstand = Kantenlänge × 10

Ein 1 cm großer Code kann also aus 10 cm eingelesen werden, ein 1m großer Code aus 10m. Dabei ist zu beachten, dass Lesegeräte nicht beliebig nah fokussieren können, ein zu kleiner Code wird damit schlecht lesbar oder gar komplett unlesbar. In gleichem Maße lassen sich extrem große QR-Codes nicht mehr von nahem scannen, da man nicht mehr den gesamten Code aufs Bild bekommt.

Größenänderung

Die Daten eines QR-Codes sind in einer festen Rasterung gespeichert. Ändert man die Größe des Codes, vergrößert sich auch das Format des Rasters (der Module) und damit im gleichen Maße die Größe jedes einzelnen Bildpunktes. Eine solche Größenänderung ist daher unproblematisch und verändert weder die Daten noch die Scanqualität.

Ist der QR-Code als Vektorgrafik gespeichert, ist eine entsprechende Änderung ohne weitere Vorkehrungen möglich, da die Bilddaten nicht verändert, sondern nur anders dargestellt werden müssen.

Bei einer Pixelgrafik muss jedoch die Anzahl der Pixel verändert werden. Dabei können zwei Techniken zu Problemen führen: Interpolation und Antialiasing.

Interpolation berechnet bei der Vergrößerung von Bildern Zwischenpixel, da für ein größeres Bild mehr Pixel benötigt werden, als ursprünglich vorhanden waren. Je nach Interpolationsmethode kann es hierbei zu einer Veränderung von Farbe und Kontrast kommen.

Antialiasing ist eine Methode zur Kantenglättung, die das treppenartige Erscheinungsbild einer Grafik vermindern soll. Dazu werden graue Bildpunkte eingefügt, um eine weichere Optik zu erzielen.

Beide Methoden zielen darauf ab, Bilder für das menschliche Auge zu optimieren. Durch Änderungen am Kontrast können sie aber den Scanerfolg negativ beeinflussen.

Korrekte Einstellungen

Im Grafikprogramm sollte bei den Optionen das Interpolationsverfahren Pixelwiederholung (Nearest Neighbor) gewählt werden. Auch mit komplett ausgeschalteter Interpolation können gute Ergebnisse erzielt werden.

Alternativ kann die Pixelgrafik in einem Vektorprogramm vektorisiert und danach beliebig weiterverarbeitet werden. Dies bietet sich an, wenn noch weitere Änderungen am Code geplant sind.

Verwendung auf Webseiten

Werden QR-Codes auf Webseiten verwendet, ist darauf zu achten, sie in 1:1-Originalgröße einzubinden. Wird die Größe im Browser angepasst (durch CSS bzw. width oder height Angaben), kann der Code gestaucht werden. Aber selbst bei ungestauchter Darstellung hängt die genaue Umsetzung der Größenänderung vom Browser ab. Hierbei kann Antialiasing eingesetzt werden, was die Lesbarkeit des Codes verringern kann. Um den QR-Code in einer anderen Größe einzubinden, sollte idealerweise eine Grafikdatei in der korrekten Größe erstellt und dann 1:1 eingebunden werden.

Siehe auch

Weblinks

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