Gründe für unlesbare Barcodes

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Barcode

Barcodes gelten im Allgemeinen eine sehr zuverlässige Methode zur Datenerfassung. Doch auch bei dieser Technik können ein paar typische Fehler auftauchen.

Veredelung

Nachträglich aufgebrachte Veredelungen, wie z.B. das Aufbringen einer Folienkaschierung oder Verpackungen aus Schrumpffolie können den Barcode für den Scanner unlesbar machen. Insbesondere bei Störungen der Ruhezone des Strichcodes (freie Fläche um den Code) durch die Nachbearbeitung, kann es zu Lesefehlern kommen.

Die Empfehlung lautet daher, Barcodes immer in ihrer endgültigen Form bzw. am endgültigen Produkt zu testen.

Druckzuwachs

Bei vielen Druckverfahren kommt es zu dem sogenannten „Druckzuwachs“. Das heißt, die gedruckten Striche sind in der Praxis breiter als in der Vorlage. Bei manchen Druckverfahren (Offsetdruck) liegt dies am verwendeten Druck, der die Druckpunkte in die Breite drückt. In anderen Fällen ist es auf ein Verlaufen der Druckfarbe zurückzuführen (Inkjet).

Strichcodes per se haben eine gewisse Toleranz gegen Breitenveränderungen der Striche. Ist der Druckzuwachs jedoch zu groß, wird der Code schlechter scannbar.

Verwenden Sie geeignete Drucker wie z.B. Thermotransferdrucker mit hoher Kantenschärfe und eine geeignete Druckauflösung für ihre Anwendung.

Farbkombinationen

Barcodescanner

Es gibt bestimmte Farbkombinationen, die besonders schlecht lesbar sind. Dazu gehören rote Strichcodes auf weißem Grund und schwarze Codes auf grünem Grund.

Wählen Sie immer Farben mit einem hohen Kontrast zwischen Strichen und Hintergrund und vermeiden Sie die problematischen Kombinationen.

siehe auch: Hauptartikel Strichcode Farben für eine Übersicht der günstigen und ungünstigen Farbkombinationen

Durchsichtige Untergründe

Barcodes, die auf durchsichtige oder durchscheinende Verpackungen wie z.B. Plastiktüten, gedruckt werden, sind dann schlecht lesbar, wenn ein dunkler Inhalt durch die Verpackung durchscheint und den Kontrast zwischen dem Strichcode und dem Hintergrund verschlechtert.

Vermeiden Sie durchscheinende Strichcodes.

Materialeigenschaften

Vor allem auf Metall, wie z.B. Aluminiumdosen, aber auch auf glänzendem Papier kommt es oft zu hohen Fehlerraten beim Auslesen von Barcodes. Für das menschliche Auge ist der Strichcode klar zu erkennen und das Material wirkt stark reflektierend. Die Eigenschaften für das vom Scanner verwendete Licht können aber abweichen, so dass es entweder nicht reflektiert oder aber stark gestreut wird. Der Scanner erkennt dann keinen Kontrast mehr zwischen Strichen und Lücken.

Oft kann das Problem umgangen werden, wenn der Barcode invertiert gedruckt wird: Statt schwarze Striche auf Metall zu drucken, druckt man weiße Lücken, so dass das unbedruckte Metall die Striche bildet.

Ruhezonen

Ruhezone

Um jeden Barcode herum muss es definierte Ruhezonen geben, damit der Scanner erkennt, wo der Code anfängt und aufhört. Die Ruhezonen dürfen nicht bedruckt werden, um die Lesbarkeit nicht zu beeinträchtigen.

Achten Sie schon bei Design und Layout auf ausreichende Ruhezonen um den Barcode herum.

siehe auch Hauptartikel: Ruhezone

Ecken und Kanten

Die Platzierung von Strichcodes an Ecken und Kanten kann zu einer praktischen Verletzung der Ruhezone führen. Durch das Wegfallen des Materials kann der Scanner keinen hellen Hintergrund erkennen.

Ruhezonen müssen immer vollständig auf dem Druckmaterial zu sehen sein, Strichcodes dürfen nicht direkt an den Rand gesetzt werden.

Fehlerhafte Daten

Vor allem bei komplexeren Codes, wie z.B. GS1, kann es zu Problemen mit der Codierung der Daten kommen. Teilweise müssen die Daten im korrekten Format codiert werden, so dass schon eine Datumsangabe in der falschen Reihenfolge (Tag/Monat/Jahr) zu einem fehlerhaften Barcode führen kann.

Invertierte Barcodes

An und für sich dürfen Barcodes nicht invertiert werden. Die schwarzen Striche müssen (für den Scanner) schwarz bleiben. Wird jedoch mit der Druckfarbe weiß auf eine schwarze Verpackung gedruckt, kann ein invertierter Strichcode gedruckt werden, so dass die weißen Zwischenräume gedruckt werden und die schwarzen Striche durch den Untergrund entstehen. In diesem Fall muss auch die Ruhezone extra weiß aufgedruckt werden.

Siehe auch

Weblinks

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