Symbol für Barrierefreiheit

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Symbol für Barrierefreiheit

Das neue Symbol für Barrierefreiheit wurde vom Accessible Icon Project unter Leitung von Sara Hendren entwickelt um das herkömmliche Rollstuhlsymbol als Symbol für "Behindert" zu ersetzen.

Hintergrund

Das alte Symbol wird als passiv wahrgenommen und mit Begriffen wie "Behinderung" verknüpft. Dagegen soll das neue Symbol die selbstbestimmte Fortbewegung verdeutlichen. Begriffe wie "Behindert" sollen durch Begriffe wie "Barrierefrei" ersetzt werden.

Dabei soll das Augenmerk mehr auf die Person als auf den Rollstuhl gelenkt werden, um die Wahrnehmung in der Öffentlichkeit zu verändern.

Das bisherige Piktogramm

Behindertengerechte Zugänge

Das bisherige Piktogramm wurde von Betroffenen als passive und mechanische Darstellung beschrieben. Das Augenmerk liegt auf dem Rollstuhl. In dieser Form besteht es seit 1969 und wurde von Susanne Koefoed designed. Es ist als International Symbol of Access bekannt und wird von der International Commission on Technology and Accessibility (ICTA) verwaltet.

Das Piktogramm

Piktogramm Barrierefrei mit Erklärungen
  1. Kopfposition: Der Kopf ist nach Vorn geneigt um die Bewegung der Person anzudeuten. Die Person wird als aktiver "Fahrer" dargestellt.
  2. Armwinkel: Die Arme zeigen nach hinten um die Dynamik und Mobilität des Fahrers zu verdeutlichen unabhängig davon, ob ein Rollstuhlfahrer wirklich seine Arme verwendet. Der Körper wird in Bewegung dargestellt um die selbständige Aktivität bei der Bewegung durch seine Umwelt zu verdeutlichen.
  3. Durchbrüche in den Rädern: Die Durchbrüche in den Rädern symbolisieren die Bewegung der Räder. Zusätzlich helfen sie ganz praktisch dabei, Schablonen für Sprühmarkierungen zu erstellen.
  4. Darstellung der Gliedmaße: Die Darstellung des Menschen hält sich an die Standards der ISO 7010. Dadurch wird ein hoher Wiedererkennungsgrad garantiert.
  5. Beinposition: Der Abstand der Beine zum Rad wurde vergrößert um die Lesbarkeit zu verbessern und das Aufbringen von Sprühmarkierungen zu vereinfachen.

Kritik

Kritik gegen das neue Zeichen regt sich sowohl bei Verwaltungen als auch bei Betroffenen. Die Kritikpunkte dabei sind, dass es in statischen Situationen (barrierefreier Aufzug) schlecht funktioniert und das es nur für einen einzelnen ganz speziellen Typ von Behinderung repräsentativ ist.

Die Designerin kommentiert diese Kritik damit, dass ein Symbol aus Prinzip immer nur eine symbolische Darstellung sein kann und damit nicht alle Anwendungsfälle und Arten von Behinderung abdecken kann. Zum anderen ging es ihr mehr um die erreichte Aufmerksamkeit und ein Umdenken, als darum das vorhandene Symbol durch ein besseres zu ersetzen.

Verwendung

Durch das neue Symbol ergeben sich neue Anwendungsmöglichkeiten. So könnte ein Restaurant mit dem Piktogramm an der Tür kennzeichnen, dass sich gehandicapte in seinen Räumen barrierefrei bewegen können.

Allgemein zeigt es eher das Fehlen von Hindernissen an, während das bisherige Symbol eine spezielle Bestimmung für Behinderte impliziert (Behindertenparkplatz).

Siehe auch

Weblinks

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