HIBC

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HIBC Barcode

Der Health Industry Bar Code (HIBC) wurde 1984 mit dem Ziel eingeführt, Medizinprodukte eindeutig zu kennzeichnen. Er wird zum Beispiel eingesetzt um Medikamente Fälschungssicher und Rückverfolgbar zu kennzeichnen.

Anwendung

Der HIBC wird vor allem angewendet um medizinische Produkte, wie z.B. Medikamente und Prothesen, zu kennzeichnen. Für die Hersteller liegt der Nutzen dabei in der erhöhten Fälschungsicherheit und der verbesserten Rückverfolgbarkeit.

Außerdem ermöglicht er es diversen gesetzlichen Auflagen zur Kennzeichnung von Medizinprodukten gerecht zu werden.

Der Einsatz ist jedoch auch in Laboren, Blutbanken, Chemiekonzernen und verschiedenen Logistikbereichen möglich.

Eigenschaften

  • alphanumerische Daten
  • variable Datenlänge
  • variable Datenelemente
  • kann ich verschiedenen Codesystemen dargestellt werden
  • Weiterverwendung vorhandener Artikelnummern
  • weltweit eindeutig

Codierung

Jeder HIBC-Coder beginnt mit einem "+"-Zeichen, als Erkennungsmerkmal für HIBC-Daten. Darauf folgt eine vierstellige Hersteller/Lokations-Kennzeichen (LIC) und eine variable Artikelnummer mit maximal 18 Zeichen. Der Mengenindex und die Prüfziffer schließen den sogenannten Primärcode ab.

Weitere variable Informationen können in einem sogenannten Sekundärcode angehängt werden, der in 2D-Codes mit einem "/" eingeleitet wird und bei 1D-Codes durch die Prüfziffer des Primärcodes verbunden wird.

Im Code können alphanumerische Zeichen mit Großbuchstaben und Zahlen gespeichert werden. Alle Sonderzeichen (+-!/$) sind als Steuerzeichen reserviert.

Primärcode

  • +
  • LIC
  • Artikelnummer
  • Mengenindex
  • Prüfziffer

Sekundärcode

  • Menge
  • Datum
  • Verfallsdatum
  • Charge
  • Prüfziffer des Primärcodes

Beispiele

Primärcode: +E234MEDIX12Y0L

Sekundärcode: +$$129810X4LC

Verketteter Code für einen 2D-Barcode: +E234MEDIX12Y0/9901510X3C

Barcode

Auch wenn der HIBC ursprünglich zur Codierung in Code 39 Barcodes entwickelt wurde, werden inzwischen vor allem 2D-Barcodes empfohlen.

DataMatrix wird dabei in den meisten Fällen empfohlen. Für den asiatischen Markt werden auch QR-Codes verwendet.

Wenn ein Strichcode verwendet werden muss, kann auch auf die Darstellung als Code 128 zurückgegriffen werden.

Allgemein kann ein HIBC in praktisch allen gängigen Codesystemen dargestellt werden, wenn sie alphanumerische Zeichen unterstützen. Zusätzlich ist auch der Einsatz auf RFID-Chips vorgesehen.

Geschichte

Der HIBC wurde 1984 primär für die USA entwickelt und sollte die Rückverfolgung von Medizinprodukten ermöglichen. Standardisiert wird er vom Health Industry Business Communications Council (HIBCC). Inzwischen wird er auch von anderen Standardisierungsorganisationen, wie dem European Committee for Standardization (CEN), anerkannt. Die ISO verweist in einigen Dokumenten auf den HIBC.

Ursprünglich war als Barcode nur der Code 39 vorgesehen. Durch die technische Entwicklung werden inzwischen aber vor allem 2D-Barcodes wie DataMatrix und QR-Code eingesetzt.

Siehe auch

Weblinks

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