Honigetiketten

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Honigetiketten unterliegen gesetzlichen Regelungen in denen Pflichtangaben und freiwillige Angaben genau vorgeschrieben sind. Außerdem dienen Etiketten für Honig durch ihre grafische Gestaltung der Verkaufsförderung.

Gesetzliche Regelungen

Gültige Gesetze

Bei der Kennzeichnung von Honig sind mehrere Gesetze zu beachten:

  • Lebensmittel- und Futtermittelgesetzbuch
  • Honigverordnung
  • Lebensmittelkennzeichnungsverordnung
  • Loskennzeichnungsverordnung
  • Preisangabeverordnung
  • Fertigpackungsverordnung

Pflichtangaben

Folgende Angaben sind verpflichtend und müssen auf jeder Honigverpackung angegeben werden.

Produktbezeichnung: Die Produktbezeichnung "Honig" muss auf der Verpackung zu finden sein.

Mindesthaltbarkeitsdatum: Das MHD kann auf den Monat oder auf den Tag genau angegeben werden. Die Verantwortung für das Mindesthaltbarkeitsdatum liegt in jedem Fall beim Imker. Wenn das MHD nicht auf der gleichen Seite des Produkts wie die übrigen Pflichtangaben angebracht wird, ist ein Hinweis notwendig (z.B. "haltbar bis Ende: siehe Deckel"). Die Abkürzung MHD und der Begriff "mindesthaltbar" sind auf dem Etikett nicht zulässig. Vielmehr muss "mindestens haltbar bis" ausgeschrieben werden.

Ursprungsland: Das Ursprungsland muss angegeben werden. Bei Mischhonig sind die Kennzeichnungen im Wortlaut vorgeschrieben. Sie muss entweder "Mischung von Honig aus EG-Ländern", "Mischung von Honig aus Nicht-EG-Ländern" oder "Mischung von Honig aus EG-Ländern und Nicht-EG-Ländern" lauten.

Hersteller: Der Hersteller muss mindestens in einer Form angegeben werden, die es dem Kunden ermöglicht per Post Kontakt aufzunehmen.

Menge: Die Menge muss in Gramm oder Kilogramm mit Einheitszeichen angegeben werden. Die Schriftgröße muss mindestens 4mm betragen.

Losnummer: Die Losnummer kennzeichnet eine Charge z.B. durch den Abfülltermin. Sie beginnt immer mit dem Buchstaben "L". Bei tagesgenau angegebenem Mindeshaltbarkeitsdatum kann die Losnummer entfallen.

Preis: Der Preis muss für den Käufer ersichtlich sein, aber nicht zwingend schon vom Erzeuger angebracht werden. Der Grundpreis bezieht sich entweder auf 100g oder 1kg.

aufgetaut: Honig, der vor dem Verkauf tiefgekühlt war, muss mit der Angabe "aufgetaut" gekennzeichnet werden.


Alle Pflichtangaben müssen gemeinsam im Sichtfeld angebracht sein. Dies bedeutet, dass sie sich typischerweise alle auf der gleichen Seite der Verpackung befinden müssen. Zudem muss die Schrift gut lesbar und Wasserfest sein. Eine Siegellasche ist nicht verpflichtend.

freiwillige Angaben

geschützte Qualitätszeichen: Der Aufdruck von geschützten Qualitätszeichen ist gestattet, aber typischerweise an Vertragsbedingungen mit dem Aussteller gebunden.


Folgende Angaben sind nur zulässig, wenn der Honig nicht in eine der folgenden Kategorien fällt: Wabenhonig, Scheibenhonig, Honig mit Wabenteilen, Wabenstücke in Honig, gefilterter Honig oder Backhonig.

Botanische Herkunft: Angabe der Pflanze, von der der Honig stammt.

Art der Herkunft: Hier kann z.B. zwischen Blütenhonig und Honigtauhonig unterschieden werden.

Art der Herstellung: Beschreibt die Herstellungsmethode wie z.B. Schleuderhonig.

Region: Die Region der Erzeugung kann angegeben werden.

Diese Angaben müssen natürlich sachlich korrekt sein, was gerade bei botanischen Herkunft häufig zu Problemen führt.

Gestaltung

Für die konkrete Gestaltung der Etiketten auf Honiggläsern gibt es keine Vorgaben. Aus naheliegenden Gründen werden jedoch häufig Waben- und Blumenmotive verwendet. Eine Siegellasche ist nicht verpflichtend, aber aus praktischen Gründen an fast jedem Honigetikett integriert.

Siehe auch

Weblinks

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