Stoßindikatoren

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Funktion eines Stoßindikators
Stoßindikatoren sind ein Mittel der Transportüberwachung und werden eingesetzt, um den unsachgemäßen Umgang während des Transports nachzuweisen.


Wofür verwendet man Stoßindikatoren?

Egal ab Privatperson oder Unternehmer – Viele, die Ihre Sendungen über einen Paketdienstleister verschicken, kennen diesen Fall: Man versendet ein Paket und es kommt beschädigt beim Empfänger an. Der Versanddienstleister will von keinem unsachgemäßen Umgang mit Ihrer Fracht wissen und die Kosten für Nachlieferung bleiben an Ihnen hängen.

Stoßindikatoren sollen genau hier Abhilfe schaffen. Die kleinen Helfer zeigen jeden unsachgemäßen Umgang mit Ihrem Paket an und geben Ihnen somit die Möglichkeit, dem Versanddienstleister das Fehlverhalten seines Zustellers nachzuweisen. Besonders im geschäftlichen Umfeld ist das ein großer Vorteil, da die Kosten für die Nachsendung der beschädigten Ware nicht mehr vom Anbieter selbst getragen werden müssen.

Wie funktionieren Stoßindikatoren?

Funktion eines Stoßindikators
Ein Stoßindikator besteht aus drei Bestandteilen: Einem kleinen Röhrchen, das mit Indikatorflüssigkeiten gefüllt ist, einer passenden Halterung und einem Etikett, mit dem das Röhrchen an Ihrem Paket oder größerer Fracht angebracht wird.

Das Röhrchen ist dabei in drei Teile aufgeteilt: In der Mitte befindet sich eine milchige, weiße Flüssigkeit, während sich an beiden Enden des kleinen Behältnisses einige Tropfen einer roten Flüssigkeit befinden. Die rote Flüssigkeit wird dabei komplett von der Halterung bedeckt, die das Röhrchen auf dem zugehörigen Etikett fixiert. Im Anfangszustand sieht der Betrachter also nur ein weißes Feld und weiß somit, dass das Frachtgut intakt ist.

Wird Ihr Paket nun fallengelassen oder sonstigen Krafteinwirkungen ausgesetzt, kann die Oberflächenspannung die beiden Flüssigkeiten nicht mehr voneinander trennen und sie vermischen sich. Ist die Flüssigkeit bei der Ankunft des Pakets also rot gefärbt, wurde das Paket während des Transports nicht vorsichtig genug behandelt und die darin befindliche Ware unter Umständen sogar beschädigt.

Ist ein solcher Stoßindikator vor Manipulation geschützt?

Um ein einfaches Austauschen eines ausgelösten Stoßindikators zu verhindern, arbeiten die Hersteller mit eindeutigen Seriennummern, mit denen jeder Stoßindikator direkt identifiziert werden kann. Stimmt die Seriennummer bei der Ankunft nicht mehr mit den Werten auf den Lieferpapieren überein, ist also eindeutig ersichtlich, dass das Etikett ausgetauscht wurde. Ist die Ware dann noch beschädigt, ist nicht nur die Manipulation, sondern auch der unsachgemäße Umgang problemlos nachzuweisen.

In welchen Ausführungen gibt es Stoßindikatoren?

Stoßindikatoren gibt es in verschiedenen Empfindlichkeitsstufen, die sich für verschiedene Versandstücke eignen. Angegeben mit dem sogenannten G-Wert besitzt jeder Stoßindikator so eine gewisse Erschütterungstoleranz, die erst überschritten werden muss, bevor er ausgelöst wird. So können Sie mit Stoßindikatoren problemlos empfindliche und robuste Waren versenden – Sie müssen einzig den passenden G-Wert wählen, der mit der Widerstandsfähigkeit des versendeten Guts übereinstimmt. Welche dabei die richtige Ausführung für Ihre Ware ist, hängt von deren Gewicht und vom Volumen ab. Entsprechende Tabellen, die Ihnen bei der Auswahl des passenden Schockindikators helfen, werden Ihnen vom jeweiligen Hersteller zur Verfügung gestellt.

Doch nicht nur in ihrer Erschütterungstoleranz können Stoßindikatoren sich unterscheiden. Zusätzlich gibt es Stoßindikatoren für verschiedene Achsen und Stoßrichtungen. Wollen Sie jede Erschütterung Ihrer Fracht nachvollziehen können? Oder reicht es schon, wenn der Indikator einen Sturz Ihres Pakets anzeigt? Es gibt verschiedene Ausführungen, mit denen nahezu alle Einwirkungen nachvollzogen werden können, die Ihrer Sendung gefährlich werden können. Sie müssen also nur noch den passenden Stoßindikator aus einem umfangreichen Angebot auswählen.

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