Industriedrucker

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Industriedrucker sind robuste Etikettendrucker, die oft in Produktionsanlagen zum Einsatz kommen und dort für den Druck großer Etikettenmengen verwendet werden. Besonders beliebt ist dieser Drucker-Typ im industriellen Sektor, denn neben einer leistungsstarken Drucktechnik bringen Industriedrucker auch eine sehr robuste Bauweise mit – und können daher auch in anspruchsvollen Umgebungen zuverlässig arbeiten.

Was genau kann ein Industriedrucker?

Industriedrucker sind meist wesentlich leistungsstärker und robuster als andere Druckermodelle und eignen sich daher besonders für den Druck großer Druckaufkommen. Zuverlässigere Prozessoren unterstützen eine schnelle Verarbeitung der eingehenden Druckaufträge und ermöglichen sehr hohe Druckgeschwindigkeiten, mit denen Sie auch große Etikettenmengen problemlos bewältigen. Auch der Stand-Alone-Betrieb, ohne die direkte Anbindung an einen Computer, ist meist problemlos möglich. Dazu besitzen Industriedrucker sehr robuste Gehäuse, die sämtliche, äußere Einflüssen von der Drucktechnik fernhalten. Vor allem in staubigen Umgebungen oder bei hoher Luftfeuchtigkeit ist das ein großer Vorteil. Bei weniger robusten Etikettendruckern würde die Drucktechnik in kürzester Zeit von Staub und Feuchtigkeit beeinträchtigt und der Druckvorgang damit empfindlich gestört werden. Ein Industriedrucker dagegen lässt sich davon nicht beeinträchtigen und ist dazu wesentlich langlebiger als andere Druckermodelle.

Welche Druckverfahren verwenden Industriedrucker?

Industriedrucker verwenden meist das Thermotransferverfahren, den Thermodirektdruck oder das Inkjet Verfahren. Der große Unterschied liegt dabei im Druckergebnis, denn mit jedem Druckverfahren erhält man Etiketten, die sich für bestimmte Anwendungen eignen – und für einige eben nicht.

Thermotransferdrucker für die Industrie

Industriedrucker, die per Thermotransfer drucken, eignen sich besonders für alle dauerhaften Kennzeichnungen, die einzig der Informationsvermittlung dienen. Die besonders widerstandsfähigen Aufdrucke halten mühelos zahlreichen Einflüssen stand: Feuchtigkeit, UV-Strahlung, Wind und Wetter – mit der richtigen Kombination aus Material und Farbband können Thermotransferetiketten nahezu überall eingesetzt werden. Dasselbe gilt für den zugehörigen Drucker: Überall, wo Waren, Regale oder Maschinen dauerhaft gekennzeichnet werden müssen, kommt ein Industriedrucker für den Thermotransferdruck zum Einsatz.

Thermodirektdrucker für die Industrie

Thermodirektdrucker kommen zwar selten direkt in der industriellen Fertigung zum Einsatz, dafür in vielen anderen Abteilungen, die ein Industriebetrieb normalerweise besitzt. Grund hierfür ist die Verwendung eines thermosensiblen Materials, das sich bei Hitzeeinwirkung sofort verfärbt. Für den Druck hat gerade diese Eigenschaft seine Vorteile, da das Druckbild auch ohne zusätzliches Verbrauchsmaterial entsteht. In der Fertigung wird die Wärmeempfindlichkeit solcher Materialien allerdings zum Problem, denn in großen Produktionsanlagen werden teils sehr hohe Temperaturen erreicht. So würde sich das Verbrauchsmaterial schon vor dem Druck verfärben und das Papier wäre unbrauchbar.

Ein gängigeres Einsatzgebiet von Industriedruckern für den Thermodirektdruck ist die Versandabteilung und der Warenausgang. Hier werden meist keine hohen Temperaturen erreicht, weshalb sich das verwendete Thermopapier auch nicht ungewollt verfärbt. Außerdem müssen Sendungen nur über die kurze Zeit des Versands gekennzeichnet werden – es macht also nichts, dass Thermodirektetiketten sich nur für kurze Markierungen eignen.

Inkjet-Etikettendrucker für die Industrie

Industriedrucker, die mit dem Inkjet-Verfahren arbeiten, eignen sich für den Druck farbiger Etiketten und sind damit noch einmal flexibler einsetzbar als ein Thermodrucker. Während mit einem Thermodrucker ein farbiger Etikettendruck kaum zu realisieren ist, sind farbige Etiketten mit einem Inkjet-Industriedrucker kein Problem mehr!

Besonders in der industriellen Kennzeichnung war der farbige Etikettendruck lange Zeit nicht umsetzbar. Klebstoffrückstände verklebten die Drucktechnik im Inneren und stellten deshalb eine große Herausforderung dar. Außerdem waren die Druckgeschwindigkeiten von Inkjetdruckern zu niedrig – große Druckaufkommen waren also unmöglich zu stemmen.

Heute sieht das anders aus. Mittlerweile gibt es spezielle Inkjetetikettendrucker, die weniger anfällig sind als herkömmliche Tintenstrahldrucker und auch dauerhaft mit dem Druck von Etiketten zurechtkommen. Dazu hat das Inkjetverfahren in Sachen Druckgeschwindigkeit stark aufgeholt – auch große Druckaufkommen sind also kein Problem mehr. Zum Einsatz kommen solche Drucker überall dort, wo farbige Etiketten benötigt werden und die Druckaufkommen zu klein für eine Offset-Druckmaschine sind.

Wann lohnt sich ein Industriedrucker für mich?

Ein Industriedrucker bringt viele nützliche Funktionen und Eigenschaften für Ihre Etikettenproduktion mit – lohnt sich aber nicht für jede Anwendung. Grund dafür sind die hohen Anschaffungspreise, die ein Industriedrucker mit sich bringt. Je nach Ausstattung können dabei schnell mehrere Tausend Euro zusammenkommen. Sie sollten also vorher entscheiden, ob Sie eine solche Investition tätigen wollen – oder ob ein Desktopdrucker vielleicht schon ausreicht. Erst wenn Sie regelmäßig große Druckaufkommen stemmen, mit der Sie die Leistungsfähigkeit eines Desktopdruckers überschreiten, rechnet sich die Anschaffung eines Industriegeräts.

Welchen Industriedrucker benötige ich?

Wenn Sie sich für einen Industriedrucker entschieden haben und auch das Druckverfahren schon feststeht, gibt es noch einiges zu beachten, denn Industriedrucker ist nicht gleich Industriedrucker. Es gibt schon von Hersteller zu Hersteller große Unterschiede und auch einzelne Modelle unterscheiden sich oft stark voneinander. Es gilt also vor dem Kauf zu prüfen, welche genauen Anforderungen Sie an den Drucker haben. Welche Druckauflösung benötigen Sie? Reichen Ihnen 203 dpi für den Druck einfacher Texte oder sollen es lieber 600 dpi sein? Und was geschieht mit den Etiketten nach dem Druck?

Sollen diese in einem festen Prozess automatisch verklebt werden? Oder werden die Etiketten manuell verarbeitet und müssen von der Rolle geschnitten oder direkt gespendet werden? Gibt es dazu vielleicht noch spezielle Anforderungen, wie den Druck von Sonderformaten und besonders breiten Etiketten? Oder muss der Drucker eher mit sehr kleinen Etiketten zurechtkommen und diese fehlerfrei drucken?

Diese und weitere Fragen sollten Sie sich auf jeden Fall stellen, denn sie entscheiden über den benötigten Funktionsumfang Ihres Druckers. Zwar können viele Eigenschaften mit passendem Zubehör nachgerüstet werden – einige Anforderungen können allerdings nur durch den Kauf eines speziellen Geräts erfüllt werden. Machen Sie sich vor dem Kauf am besten eine Liste mit sämtlichen Anforderungen an den Drucker selbst und an die gedruckten Etiketten. So haben Sie alle Aspekte direkt im Blick und finden das richtige Modell schon nach kurzer Recherche!


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