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Farbprofile: Unterschied zwischen den Versionen

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Dokumentprofile sind keine speziellen Farbprofile, sondern Profile, die speziell einem Dokument zugeordnet wurde. So kann einem Bild bereits bei der Erstellung dem Farbprofil sRGB oder Adobe RGB zugeordnet werden und so keinen Zweifel über die eingesetzten Farben lassen.
 
Dokumentprofile sind keine speziellen Farbprofile, sondern Profile, die speziell einem Dokument zugeordnet wurde. So kann einem Bild bereits bei der Erstellung dem Farbprofil sRGB oder Adobe RGB zugeordnet werden und so keinen Zweifel über die eingesetzten Farben lassen.
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[[Kategorie:Gesetze und Normen]]

Aktuelle Version vom 12. Juni 2018, 09:42 Uhr

Farbprofile dienen einer einheitlichen Farbkommunikation über verschiedene Geräte und ermöglichen somit einheitliche Farbentscheidungen – auch über verschiedene Prozessschritte hinweg. Die Normung von Farbprofilen liegt in der Hand des ICC (International Color Consortium), einem Zusammenschluss verschiedener Hersteller von Grafik- und Layoutprogrammen.

Die Verwendung von Farbprofilen hilft, Farben von einem Farbraum in einen anderen zu übersetzen, ohne große Einbußen der Farbechtheit hinnehmen zu müssen.

Wofür werden Farbprofile genutzt?

Farbprofile werden überall dort eingesetzt, wo Farben aufgenommen, übertragen und letztendlich gedruckt werden sollen. Egal ob Monitor, Kamera oder Druckmaschine – Jedes Gerät besitzt eine eigene Farbwahrnehmung, die sich von anderen Aus- oder Eingabegeräten unterscheidet. Um trotzdem eine zumindest annähernde Farbtreue zu erreichen, kommen Farbprofile zum Einsatz.

Besonders innerhalb längerer Prozessketten haben sich Farbprofile bewährt und ermöglichen eine korrekte Farbkommunikation zwischen verschiedenen Teilen einer Prozesskette. So kann beispielsweise ein Grafiker annähernd dieselbe Farbe sehen, die das finale Druckergebnis in der Druckerei haben wird, wenn sein Monitor ein ICC-Profil unterstützt.

Welche Farbprofile gibt es?

Gemäß ICC gibt es vier Profilkategorien, mit denen eine einheitliche Farbkommunikation über verschiedene Geräte möglich wird. So gibt es Farbprofile speziell für Monitore, für Eingabegeräte, für Ausgabegeräte und für die eigentlichen Dokumente.

Monitorprofile

Besonders an Monitoren ist es schwierig, Farben wirklich so zu sehen, wie sie sind. Jeder Hersteller hat seine eigenen Standarteinstellungen für seine Produkte und wirklich farbechte Monitore sind noch immer sehr teuer. Die Kalibrierung des eigenen Monitors mittels eines ICC-Profils ist daher eine kostengünstige Möglichkeit, mit der bereits sehr farbgenaue Ergebnisse erreicht werden können.

Besonders für Grafiker sind solche Profile wichtig, da nur mit einem gut kalibrierten Monitor eine Vorstellung des finalen Farbergebnisses erreicht werden kann. Da es in diesem Zusammenhang oftmals zu Missverständnissen zwischen Grafiker und Druckerei kam, bieten die meisten Druckereien heute einen Proof an – einen Testdruck, auf dem Kunden das finale Farbergebnis zur Freigabe erhalten.

Eingabeprofile

Eingabegeräte sind Kameras oder Scanner, mit denen Bildinformationen aufgenommen werden. Auch hier ist eine unterschiedliche Farbwahrnehmung ein großes Problem. Was auf dem Display der Kamera noch farbintensiv aussah, kann auf dem Monitor plötzlich ganz anders erscheinen und sich stark vom gewünschten Ergebnis unterscheiden. Die Verwendung von genormten Farbprofilen schafft Abhilfe und ermöglicht auch hier eine sehr genaue Übertragung der Farbigkeit.

Moderne Kameras arbeiten im Normalfall bereits im sogenannten sRGB-Farbprofil oder bieten innerhalb der Einstellungen zumindest die Möglichkeit, ein ICC-Farbprofil auszuwählen. Sehr geübte Fotografen arbeiten teilweise mit verschiedenen Farbprofilen und wählen den passenden Farbraum anhand der bestehenden Lichtverhältnisse aus.

Ausgabegeräte

Als Ausgabegeräte werden Drucker und Druckmaschinen bezeichnet, mit denen erstellte und aufgenommene Bilddaten meist im letzten Schritt der Prozesskette produziert werden. Auch hier kommen Farbprofile zum Einsatz, um ein möglichst genaues Farbergebnis zu erhalten. Zusätzlich muss hier allerdings noch auf die Beschaffenheit von Druckpapier und Druckfarbe geachtet werden, da auch das verwendete Material Einfluss auf das Druckergebnis hat.

Das Standardfarbprofil der europäischen Druckbranche ist ISO Coated v2 – ein Ausgabeprofil für den Offsetdruck, das sich für beschichtete und unbeschichtete Papiere eignet. Oft kommt auch die Abwandlung ISO Coated v2 300% zum Einsatz, das weniger Druckfarbe vorsieht als das Original-Profil. So trocknen Druckerzeugnisse schneller, was vor allem für Online-Druckereien ein großer Vorteil ist.

ICC-Profile für den Druck sind meist bereits im Druckertreiber enthalten und müssen daher nicht zusätzlich installiert werden.

Dokumentprofile

Dokumentprofile sind keine speziellen Farbprofile, sondern Profile, die speziell einem Dokument zugeordnet wurde. So kann einem Bild bereits bei der Erstellung dem Farbprofil sRGB oder Adobe RGB zugeordnet werden und so keinen Zweifel über die eingesetzten Farben lassen.