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Additive Farbmischung

Aus Etikettenwissen

Version vom 24. August 2018, 15:25 Uhr von Tine0403 (Diskussion | Beiträge)
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Die additive Farbmischung ist ein System, das auf der Überlagerung von verschiedenfarbigem Licht beruht (additiv = überlagernd). Aufgrund dieser Wechselwirkung entstehen für den Betrachter neue Farbeindrücke. Die additive Farbmischung generiert sich beim Menschen in Gehirn und Auge und wird daher auch als physiologische Farbmischung bezeichnet.

Die Grundfarben

Primärfarben

Im Rahmen des additiven Farbsystems bilden die Primärfarben Rot, Grün und Blau die sogenannten Grundfarben. Mischt man alle drei Farben zu gleichen Teilen zusammen, entsteht der Farbeindruck weiß. Das besondere an den Primärfarben ist, dass diese nicht aus anderen Farben gemischt werden können. Durch das Zusammenführen der drei Primärfarben wiederum können alle anderen Farben hervorgebracht werden.

Sekundärfarben

Die sogenannten Sekundärfarben entstehen durch das Mischen von jeweils zwei der drei Primärfarben. Da sie weder durch weiße oder schwarze Farbanteile aufgehellt oder abgedunkelt, noch durch Komplementärfarben getrübt werden, besitzen diese Farben ihre volle Leucht- beziehungsweise Buntkraft.

Tertiärfarben

Tertiärfarben sind eine Mischung aus allen drei Primärfarben. Aufgrund dieser Zusammensetzung sind alle Tertiärfarben sogenannte gebrochene Farben. Sie besitzen, gegenüber den Sekundärfarben, eine verringerte Reinheit und Buntkraft.

Die Funktionsweise

Zum Erreichen der additiven Farbmischung gibt es grundsätzlich drei verschiedene Methoden. Zum einen kann man die Grundfarben in Form von Lichtquellen auf eine bestimmte Stelle einer Fläche projizieren. Überall dort, wo sich die unterschiedlichen Lichter schneiden, entstehen die neuen Farbeindrücke. Dieses Experiment kann ganz einfach mit verschiedenfarbigen Taschenlampen durchgeführt werden.

Die zweite Möglichkeit der Darstellung besteht darin, sehr nah beieinanderliegende Lichtquellen oder Farbpunkte zu generieren. Das menschliche Auge kann das verschiedene Licht räumlich nicht mehr voneinander trennen und sendet die neuen Farbeindrücke an das Gehirn. Diese Methode finden wir zum Beispiel bei Computer- oder Handydisplays.

Die dritte Methode wird erreicht, indem man die drei Grundfarben in einer schnellen und abwechselnden Reihenfolge darstellt, sodass unser Auge die zeitliche Abfolge nicht mehr auflösen kann. Diese Methode kann zum Beispiel mit Hilfe eines rotierenden Farbkreisels durchgeführt werden.

Unterschied zwischen additiver und subtraktiver Farbmischung

Praktisch alle Farben oder Farbmischungen, die uns im Alltag begegnen, können auf eines dieser beiden Farb-Systeme zurückgeführt werden. Der Hauptunterschied liegt darin, dass die additive Farbmischung beim Vermischen von Licht, die subtraktive Farbmischung beim Beleuchten von Gegenständen auftritt. Bei der additiven Farbmischung addieren sich die Farben und die Helligkeit. Folglich entsteht, sobald alle Lichtfarben übereinander liegen, der Farbeindruck weiß, da dies das hellste Licht ist.

Die subtraktive Farbmischung entsteht, wenn Licht auf einen Gegenstand scheint. Die Oberfläche dieses Gegenstandes absorbiert bestimmte Teile des Lichts und reflektiert den Rest. Das menschliche Auge nimmt dann nur noch einen Teil des ursprünglichen Lichts war und es entsteht eine bestimmte Farbe.

Der sogenannte RGB-Farbraum ist ein bestimmtes System der Farbmischung, welches bei Monitoren, Fernsehern oder Smartphones zum Einsatz kommt. Es wird aus der additiven Farbmischung abgeleitet und basiert daher auf den drei Primärfarben Rot, Grün und Blau (RGB). Neben dem RGB-Farbsystem gibt es noch weitere Farbsysteme, wie zum Beispiel CMYK und Pantone. Im Lauf der Zeit wurden verschiedene Systeme der Farbmischung entwickelt, um die Farbkommunikation zu erleichtern.